Das erste Album der Arctic Monkeys gehört zu meinen Lieblingsalben. Die Lieder sind durchdacht, aber nicht über-produziert. Sie verstrahlen einfach einen wunderbaren, echten Charme. Das zweite Album wirkte dagegen etwas zu perfekt und rund. Jedes Instrument am richtigen Platz, aber die Lieder haben es durch gute Gitarrenklänge und einprägsame Melodien geschafft auch weiterhin diesen Charmen zu verteilen.
Ich war extrem gespannt auf das dritte Studioalbum. Das sind schließlich die Arctic Monkeys! Da kann doch nichts schlechtes bei rauskommen. Der Titel “Humbug” wirkte schon etwas komisch und die erste Single hat mich überhaupt nicht überzeugt. “Brianstorm” als erste Single vom zweiten Studioalbum hat mich damals allerdings auch nicht auf Anhieb überzeugt. Also habe ich mir nichts gedacht und auf das Gesamtwerk gewartet.
Und nun? Nun bin ich leider doch sehr enttäuscht. In meinen Augen sind das keine Arctic Monkeys mehr. Das könnte auch jede andere Band genau so gut. Klar darf eine Band gerne mal ein ruhigeres Album machen. Aber bis auf das grandiose “505″ vom letzten Album, haben Sie das noch nie wirklich gekonnt. Das wirklich beunruhigende dabei ist jedoch, dass im Endeffekt ALLE Lieder vergleichsweise langsam sind. Kein Power-Track oder wirklich empfehlenswertes dabei.
Selbst Fans sollten sich das Album vorab einmal komplett anhören und dann entscheiden. Ich bin wirklich sehr enttäuscht. Gerade “Secret Door” oder “Potion Approaching” klingen eintönig und deplatziert. Wobei “Potion Approaching” noch das stärkste Lied auf dem Album ist. Ich hoffe, dass die Arctic Monkeys mit ihrem nächsten Album wieder eine gute Evolution anstatt einer schlechten Revolution wählen werden.

Ich bin erst mit dem zweiten Album zum Tele Fan geworden. Von da an hat es mich jedoch voll erwischt. Die Musik ist zwar manchmal stark elektronisch, aber immer neu, kreativ und Ohrwurm-lastig. Die Melodien sind schön und bleiben im Kopf. Genau wie die Texte perfekt zur jeweiligen Stimmung der Lieder passen. Und es ändert sich auch mit dem neusten Album “Jedes Tier” nichts daran…
Auch wenn es etwas langweilig klingen mag, aber Tele klingen auf ihrem vierten Album genau wie auf den beiden Vorgängern. Leicht, beschwinglich und mit wunderbaren Texten. Man muss jedoch erst einmal mit der Art warm werden. Das erste Lied “Cecile (Ich Nenn Dich Sissi)” fängt zwar super an, gefällt mir aber ansonsten leider überhaupt nicht (mag vielleicht an dem “komischen” Refrain liegen). Vom Album überzeugt war ich jedoch direkt nach dem zweiten Lied “Im Radio”. Ein wunderbares Lied über Herzschmerz mit einem genialen Refrain. Alle nachfolgenden Lieder haben dann meine positive Einschätzung nur noch verstärkt. “Mit Flügeln und Düsenantrieb” ist wohl das musikalische Experiment des Albums. Passt in meinen Augen leider gar nicht in das Gesamtbild, aber der Abschluss des Albums entschuldigt jedoch diesen kurzen “Ausrutscher”. Absolute Top-Hits sind in meinen Augen “Testsieger” und das mehr als perfekte “Die Zeiten Ändern Sich”. Bereits nach dem ersten Reinhören summe ich ständig “Die Zeiten ändern sich, ich weiß. Morgen wird heute gestern sein.” (im kurzen iTunes Ausschnitt leider nicht hörbar!).
Wer auf deutsche Musik steht und gerne mal etwas kreatives sowie anderes hört als den blödsinnigen Kram in den Charts, kann ich dieses Album von Tele (und auch die Vorgänger!) wärmstens empfehlen. Meine Anspieltipps: “Die Zeiten Ändern sich”, “Im Radio”, “Testsieger”.
Entdeckt habe ich die Kilians damals auf einem Tomte Konzert in Stuttart. Nun haben die Kilians endlich ein neues Album veröffentlicht. Das erste Album “Kill the Kilians” war einfach nur super! Mit dem neuen Album wollen die Kilians ihre musikalische Karriere fortsetzen und an ein wunderbares Album anknüpfen.
Ich war unheimlich gespannt auf das Album, aber die erste Single “Said & Done” war beim ersten Hören nicht wirklich genial. Vom Album war ich am Anfang ähnlich enttäuscht…. Doch so nach und nach habe ich mich reingehört. Vom Klang und der Art her ähnlich wie das letzte Album, aber insgesamt etwas reifer und abgerundeter. Ich mochte zwar immer den rauen Klang des ersten Albums, aber die Kilians werden erwachsen und mit Ihnen ihre Musik. Das hat in meinen Augen wenig mit “Mainstream” zu tun. Für die meisten Leute sind die Kilians immer noch nicht glatt genug. Und das ist auch gut so.
Jeder der das erste Kilians Album mochte, wird auch das neue Album mögen. Es klingt stellenweise etwas zu “perfekt” und verliert den ursprünglichen Charme des rauen Rocks, aber man erkennt eindeutig den Stil und gerade Lieder wie “Hometown” und “12 Boxes” lassen den fehlenden rauen Klang verschmerzen. Wer das Album bei iTunes kauft, kriegt noch “You talk, You doubt, You love” dazu. Ein (wie ich finde) geniales Lied! Warum es das Lied nicht auf das Album geschafft hat (anstatt bspw. das schwache “She’s so tired” oder “Innocence”), verstehe ich nicht.
Anspieltipps sind: “Said & Done”, “Hometown”, “12 Boxes”, “Tackern”, “Who will win”.
Mein letztes Tomte Konzert ist so ca. 2 Jahre her. Damals war das Konzert ansich zwar gut, aber die Leute fanden’s irgendwie nicht so geil. Damals war es Stuttgart und damit schon sehr weit südlich für Tomte.
Durch Wechsel des Studienplatzes konnte ich nun einmal Tomte in Hannover erleben. Und auch wenn viele Leute da waren, die das neue, geniale Album noch gar nicht gehört hatten und dementsprechend nur die ur-alt-Lieder mitsingen konnten, war es doch eine ganz andere Klasse.
Es hat so richtig Spaß gemacht! Die Location war super, die Musik war genial und Tomte hatte gute Laune. Die Vorband war ganz nett, aber keine Kilians wie auf dem letzten Konzert. Besonders schön waren natürlich “Die Geigen bei Wonderful World” zum absoluten Abschluss des Konzerts. Aber auch “New York, New York” war unheimlich passend, wo doch eine Nacht vorher die US-Präsidentschaftswahl war.
Insgesamt war ich diesmal noch ein Stückchen mehr begeistert von Tomte als das letzte Mal. Hoffentlich dauert es nicht wieder 2 Jahre bis zum nächsten Live-Konzert.
Endlich ist es wieder so weit. Es regnet, die Blätter fallen von den Bäumen und geben dabei ihre grünliche Farbe ab. Nun ist wieder alles in Orange, Rot und Gelb gehüllt. Kalt war es ja sowieso schon länger, aber nun kommt auch der restliche Herbst nach.
Und da Tomte einfach Herbstmusik machen, haben sie auch gleich mal ein neues Album heraus gebracht. Heureka heißt das Album und jeder der das alte Tomte Album mochte, kann ich das neue nur wärmstens empfehlen. Bei mir ist zurzeit ein Dauerbrenner und hat jegliche andere Alben verdrängt (insbesondere auch das neue Album von Sugarplum Fairy, welches ebenfalls empfehlenswert ist).
An meinem Geburtstag habe ich dann auch noch die Freude, dass ich Tomte Live in Hannover erleben darf. Ich hoffe nur, dass sie diesmal mein absolutes Lieblingslied vom neuen Album spielen… “& Ich wander”.
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