Ich bin seit langer Zeit ein iTunes Verfechter. Angefangen hat es bei mir mit meinem geliebten iPod. Vor 2 1/2 Jahren habe ich mir diesen gekauft und huldige ihm jeden Tag auf’s Neue. Der Grund warum der iPod generell sehr gut funktioniert, hängt mit dem unheimlich starken iTunes zusammen. Wer Musik mag, wird iTunes lieben.
Zu Beginn hat es ein wenig Zeit gekostet die Musik vernünftig “aufzubereiten”. Sind die ID3-Tags überall richtig gesetzt? Wo find ich das Cover zum Album? Was gehört zu der Compilation dazu?
Der Aufwand lohnt sich aber und man erhält fortan eine perfekte Möglichkeit einen Überblick über seine Musik zu erhalten. Ob man nun iTunes die Verwaltung der eigentlichen Datei überträgt oder sich selbst darum kümmert, ist völlig egal. Ich kann die Verwaltung von iTunes nur jedem ans Herz legen. Nie wieder überlegen, wo man was hin verschieben muss oder wo welche Datei eigentlich liegt.
Mein eigentliches Anliegen heute soll aber das neuste iTunes Update auf 7.4 sein. Damit wurden einige neue iPod’s unterstützt (der neue iPod Nano und iPod Touch) sowie Klingeltöne für das iPhone freigeschalten. Das wirklich sinnvolle Feature ist aber sicherlich die neue Albenbewertung. Anstatt jedes einzelne Lied zu bewerten, können endlich auch Bewertungen für komplette Alben vergeben werden. Ich möchte kurz mal darauf eingehen und den Nutzen erklären.
Man sollte darauf achten, dass man sich in Gruppenansicht befindet und nach Album sortiert. Dazu gibt es oben rechts, neben der Suchleiste, eine Möglichkeit auf die Gruppenansicht umzustellen.

Nun sollte man unter jedem Album ganz schwach einige Punkte erkennen können. Wie schon immer bei den Liedern, kann man darüber Sterne vergeben. Dadurch werden automatisch allen Liedern ausgehöhlte Sterne vergeben. Sieht dann wie folgt aus.

Ist natürlich nicht ganz so praktisch, wenn man nun einige Lieder schlechter und andere besser findet. Aber keine Sorge. Man kann die Wertung überschreiben und jedes Lied noch einmal gesondert bewerten.

So ergibt das ganze mehr Sinn. Ich kann eine generelle Wertung für das Album vergeben und dann jedes Lied einzeln noch einmal gesondert bewerten. Und was ist, wenn ich keine Ahnung hab, wie ich das Album bewerten soll? Ich überlasse iTunes die Arbeit, erspare mir eine generelle Albumbewertung und vergebe jedem Lied Sterne.

iTunes ist so schlau und errechnet nun einen durchschnitt, aus meinen bisherigen Bewertungen. Das funktioniert übrigens auch wunderbar mit vor-7.4 vergebenen Sternen. Wer also schon seine komplette Bibliothek bewertet hat, kann nun auf automatisch vergebene Albenbewertungen zurück greifen.
Die große Frage kommt aber jetzt erst: Was bringt mir das ganze eigentlich?
In erster Linie hat man einen besseren und schnelleren Überblick, was einem gefällt und findet gute und schlechte Lieder schneller wieder. Zum anderen kann man nach der Bewertung sortieren und kriegt schön aufgelistet, welche Lieder man gerne hört und welche eher nicht. Der größte Nutzen kommt aber mit iTunes daher. Das Zauberwort heißt: Smart Playlists. Also Wiedergabelisten, die intelligent sind und mir Arbeit abnehmen.

Ich könnte also die Albumbewertung nutzen um auf meinen iPod Shuffle nur Alben zu kopieren, welche mehr als 4 Sterne erhalten haben. Oder wenn ich nur meine Lieblingsalben sichern will. Oder wenn ich eine Playlist nur mit schlechten Alben haben will, um diese ggf. aus meiner Bibliothek zu entfernen. Oder alle Alben mit einer höheren Bewertung als 4 Sternen wiederum als Grundlage für eine neue Smart Playlist zu verwenden und mir zufällig Lieder daraus raussuchen lasse mit einer Spieldauer von 45 Minuten für meine nächste Zugfahrt.
Ich denke ihr habt die Idee verstanden. Natürlich ist iTunes ein notwendiges Übel, wenn man einen iPod besitzt, aber inzwischen habe ich mich sehr damit angefreundet und kann es nur jedem empfehlen. Es ist halt eine “echte” Verwaltung der Musik. Nicht nur eine Verwaltung von Playlists wie Winamp. Wer viel Musik hört, sollte einfach mal mit iTunes rumspielen, Bewertungen vergeben und vor allen Dingen einmal die Smart Playlists anschauen. Ich werde beizeiten einige meiner Smart Playlists vorstellen und wofür ich diese verwende.
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