Dokumentationen ins Kino bringen ist momentan der neue Trend. Nachdem Michael Moore mit seinen Hetz-Kampagnen gegen Bush so viel Erfolg hatte, versuchen es auch ausgefallenere Dokumentationen auf die große Leinwand.
In Rize wird die Faszination des “Clowning” versucht zu erklären und dem Zuschauer näher zu bringen. Dabei handelt es sich einfach nur um tanzende Clowns, die ähnlich wie Gangs organisiert sind. Deren Ziel ist aber nicht sich gegenseitig umzubringen, sondern auf Kindergeburtstag möglichst viel Spaß zu verbreiten und vor allen Dingen zu tanzen! Man könnte den Film auch auf die Tanzkomponente reduzieren. Im weiteren Verlauf kommt dann noch das “krumpen” dazu. Dies ist eine “Abart” des Clowning. Der Tänzer lässt dabei einfach seine Gedanken freien Lauf und tanzt so, wie es ihm gerade passt. In der Dokumentation gab es natürlich verschiedene Interviews, die das Gegenteil behaupten und von festen Bewegungen sprechen. Aber na ja… Für uns Laien ist das nicht wirklich erkennbar.
Der Zweck dieser Clown-Gangs und der Krump-Gemeinde ist trotzdem ein Guter: Gegen die Gangs zu wirken, welche nur darauf aus sind Mitglieder anderer Gangs zu töten, schlagen o.ä. Das Problem an der Dokumentation ist aber leider, dass Sie langweilig ist und nichts richtig passiert. Da findet mal ein Event statt oder das Haus eines Clowns Mitglied wird ausgeraubt. Aber auf einen richtigen Verlauf der Geschichte kann man lange warten.
Fazit:
Im Grunde ist “Rize” eine nette Dokumentation, die aber auf gar keinen Fall ins Kino gehört. Ich kann leider niemandem empfehlen sich den Film anzuschauen. Ich schätze ebenso, dass er es nichtmal ins Free-TV auf einen “großen” Sender schafft. Die meisten werden wohl sagen: “Zu Recht!”. Wie ich auch.
Die Gebrüder Grimm ziehen im Land umher und beuten Städte aus, indem Sie selbst inszenierte Hexen austreiben. Eines Tages bekommen allerdings die französischen Besetzer davon Wind und schicken die Brüder nach Marbaden, wo inzwischen schon 10 Kinder vermisst werden. Sie sollen sich auf die Suche begeben und das ganze untersuchen.
Ich muss leider zugeben, dass ich mich in der Märchenwelt der Gebrüder Grimm nicht sonderlich gut auskenne. Nur die bekannten Märchen sind mir ein Begriff, allerdings macht Brothers Grimm auch ohne all zuviel Hintergrundwissen Spaß. Immerhin ist es keine authentische Biografie, sondern eher ein ganz neues Märchen, gespickt mit typisch, bekannten Elementen. Der Regisseur Terry Gilliam (Monty Python Filme, Fear and Loathing in Las Vegas und Twelve Monkeys) hat ein ziemlich verstricktes Werk geschaffen, welches teilweise ganz nett anzuschauen ist, aber oftmals sich etwas verrennt in langweilige Phasen. Auch die beiden bekannten Hauptdarsteller Heath Ledger und Matt Damon können da nichts mehr dran drehen. Sie machen es sogar fast noch schlimmer als es in Wirklichkeit ist. So bleibt der Film stellenweise einfach lahm und hinter seinem Potential. Trotzdem ist Brothers Grimm keineswegs ein schlechter Film. Die Geschichte ist durchweg interessant, wenn auch vorhersehbar und teilweise leicht abgehoben.
Fazit:
Terry Gilliam ist bekannt für seine fast schon abgedrehten Filme. Und auch mit Brothers Grimm hat er keinen astreinen Hollywood Streifen hingelegt. Es ist ein märchenhafter Film über die Gebrüder Grimm, gespickt mit Szenen aus diversen Märchen. Kein “Muss-Film”, aber dennoch sehenswert. Vielleicht sogar eine Empfehlung für kalte Winterabende um sich mit etwas “leichtem” berieseln zu lassen.
In einer Kleinstadt, wo nicht gerade viel passiert, lebt der junge Dick (Jamie Bell). Der Einzelgänger und überzeugter Pazifist muss früh alleine über die Runden kommen. Trotz seiner friedlichen Ansichten interessiert er sich für Waffen. Um genau zu sein für eine kleine alte Pistole, welcher er den Namen “Wendy” verleiht. Er baut mit einem weiteren jungen Kerl eine Art Gang auf namens “The Dandies”. Alle sind überzeugte Pazifisten, lieben jedoch Waffen und den Mut, den sie einem verleihen. Eines Tages passiert dann etwas unvorhergesehenes, welches die Gang an ihrer Überzeugung zweifeln lässt…
Der Film ist sicherlich kein einfacher Stoff. Nicht umsonst hat er die “Ab 18 Jahren” Einstufung redlich verdient. Denn oftmals kann man nicht mehr konkret festlegen, wie schlecht Waffen nun eigentlich genau sind. Die Junge Truppe (sowie alle anderen Schauspieler) besteht dabei fast komplett aus unbekannten Namen. Bill Pullman (Independence Day) und Chris Owen (American Pie Reihe) sind die beiden einzigen, die man als “normaler” Kinogänger kennt. Jedoch spielen alle hervorragend. Vor allen Dingen der Hauptcharakter, gespielt von Jamie Bell, lässt keinen Moment das eigentlich unglaubwürdige Szenario von Pazifisten, welche Waffen lieben, lächerlich erscheinen. Jedoch gibt die Story nicht genug her. Der Film beginnt träge und kommt zu langsam in Fahrt. Erst nach gut 45 Minuten wird der Film interessant.
Fazit:
Jeder sollte sich gut überlegen, ob er ein Kino sucht, welches “Dear Wendy” spielt. Der Film ist eher unbekannt und wird wohl kaum in den großen Multiplex-Kinos gezeigt. Für einen DVD-Abend mit Freunden ist der Film auch eher weniger zu empfehlen, weil er es nicht komplett schafft eine spannende oder bedrückende Atmosphäre aufzubauen.
Nach gut 2 1/2 Jahren ist meine Homepage auch endlich mal soweit, dass ich sie veröffentlichen kann. Nachdem ich 2 Monate die komplette Seite neu designed hatte und die Inhalte stark überarbeiten musste, geht’s nun endlich los.
Meine Filmkritiken darf nun jeder lesen und einen Kommentar drunter setzen natürlich auch. Ebenso kann nun jeder mir helfen meine Sammlung an guten Zitaten zu vervollständigen, mir Filme vorschlagen die man gesehen haben muss und sich etwas genauer über mich informieren.
Aber es gibt eigentlich viel zu viel zu entdecken als das ich jetzt alles erklären kann. Schaut euch doch einfach selber mal ein wenig um.
Ich wünsche euch viel Spaß dabei.
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