Es geht um einen Erlöser, der die quälenden Menschen befreien soll. Das ganze ist als Trilogie ausgelegt. Kommt das vielleicht bekannt vor? Richtig. Der Film leiht sich ein paar wenige Elemente aus Matrix. Jedoch hat das ganze dieses mal nichts mit hacken, Computern und Künstlicher Intelligenz zu tun. Es dreht sich um die Wächter des Tages (Armee des Bösen) und die Wächter der Nacht (Ritter des Tages). Diese sollen auf die jeweils andere Partei aufpassen. Dieser Pakt wurde vor Ewigkeiten geschlossen. Doch eines Tages gerät das Gleichgewicht durch einander.
Der Film ist in Russland entstanden und hat daher auch nur russische Schauspieler sowie einen russischen Stil. Dies wirkt am Anfang sehr fremd, aber man gewöhnt sich schnell daran. Sobald man sich ein wenig auf die Story einlässt, wird man immer tiefer in die Atmosphäre hinein gezogen. Und genau dort punktet der Film am meisten. Die Schauspieler sind alle unbekannt und auch nicht sonderlich gut. Aber es reicht um den Zuschauer durch die Story zu fangen. Diese ist recht wirr und komplex gehalten. Einige mag es abschrecken, ich bin dagegen eher ein Fan davon. Etwas störend waren einige Elemente, welche zu sehr Fantasy waren. Gott sei Dank beschränkt sich das allerdings auf einige wenige Szenen. Ansonsten kommt so gut wie nie Langeweile auf und man ist durchgehend gefesselt. Und auch der Übergang zum nächsten Teil ist in meinen Augen sehr gelungen. Die Spannung bleibt erhalten, aber der Film an sich wird trotzdem abgeschlossen.
Fazit:
Wächter der Nacht ist eine russische Fantasy-Trilogie, welche es durch seine komplexe und durchdachte Story schafft, Spannung aufzubauen und zu erhalten. Wer im Kino nicht nur stumpfe Action sehen will, der sollte sich unbedingt einmal diesen Film zu Gemüte führen.
Crash ist ein Episoden-Film. Zumindest scheint es zu Beginn, dass die einzelnen Story Stränge in Los Angeles nichts miteinander zu tun hätten. Aber nach kurzer Zeit verwickeln sich die Geschichten und der Film nimmt seinen Lauf. Es dreht sich unter anderem um ein afro-amerikanisches Ehepaar, welches von einem rassistischen Polizisten (Matt Dillon) proviziert wird, einem hart schuftendem Vorstadt Arbeiter, der seine Tochter über alles liebt, einer egozentrischen Ehefrau (Sandra Bullock) eines Politikers (Brendan Fraser) und noch ein paar wenigen weiteren Side-Storys. Allerdings bildet alles zusammen erst einen Sinn.
Der Film wirkt nicht wie einer der ganz großen und ist es auch aus Sicht der niedrigen Zuschauerzahlen nicht geworden. Er hätte dennoch das Potential dazu. Die Geschichten sind so selbstständig und enden doch irgendwie alle ineinander, dass es beinahe schon ein Wunder ist, dass man am Anfang rein gar nichts ahnt. Und obwohl einige unbekanntere Gesichter zu sehen sind, kann man deren Schauspielkünste nicht verachten. Ganz im Gegenteil wird viel Atmosphäre allein durch die Ausstrahlung und Sympathie einiger Charakter aufgebaut.
Aber der Film lebt trotzdem von seiner Geschichte. Verwunderbar ist dabei Paul Haggis. Er hat Regie geführt und auch das Drehbuch geschrieben. Zwar ist er eigentlich noch recht unbekannt, aber mit Million Dollar Baby immerhin schon für einen großen Film das Drehbuch geschrieben.
Fazit:
L.A. Crash ist ein wunderbarer Film. Er hat eine Geschichte mit viel Inhalt, Aussagekraft, Wendungen und viel Spannung. Auf eine geniale Art und Weise steigert sich alles bis zum Höhepunkt und verliert dennoch nie seine Glaubwürdigkeit. Für mich ist er einer der besten Filme des Jahres 2005. Und ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf den nächsten Film von Paul Haggis.
Die junge Lisa Reisert (Rachel McAdams) ist eine erfolgreiche Hotel-Managerin. Auf einem Flug begegnet Sie dem sympathischen Jackson Rippner (Cillian Murphy), welcher in Wirklichkeit einen finsteren Plan durchführen will. Er erpresst Lisa damit ein bekannter Hotelgast das Zimmer wechselt und so ein Attentat verübt werden kann.
Der Film hat eine originelle Idee und versucht mit der Flugangst zu spielen. Zu Beginn wirkt dies auch sehr gut inszeniert, allerdings flacht die Story zum Ende hin stark ab. Eine gute Stunde wird man nett unterhalten, selbst wenn die Situationen im Flugzeug nicht optimal gewählt sind. Teilweise hätte man sich noch innovativere Ideen gewünscht, damit man hautnah miterlebt, dass es sich um eine Erpressung im Flugzeug handelt. Da Wes Craven (u.a. “Scream”-Trilogie) bekannt für sein Horrorzweig ist, dürfen auch solche Elemente im Film nicht fehlen. Jedoch wirkt dies völlig fehl am Platz und man hofft, dass die kurz eingeführten anderen Personen im Flugzeug vielleicht doch noch etwas mehr zur Geltung kommen.
Die Schauspielerischen Leistungen sind für die Rollen sehr angenehm und wirken nur zum Ende hin leicht gekünstelt. Besonders Cillian Murphy spielt seinen Part in der ersten Stunde des Films als versteckt boshaften Attentäter sehr überzeugend.
Fazit:
Der Film “Red Eye” hat eine gute Idee und ebenfalls eine fast gute Story. Jedoch flacht der Film einfach zu stark ab, bis am Ende nur noch ein kläglicher, schlechter Rest übrig bleibt. Zu empfehlen ist “Red Eye” auf keinen Fall. Wer den Trailer allerdings noch nicht gesehen hat und wenig Ahnung von dem Film hat, könnte jedoch Gefallen daran finden.
Der junge Regiesseur Greg Marcks sorgt mit seinem “Quasi-Debüt” für Furore. Der Film handelt über die Ereignisse von fünf verschiedenen Charakteren, welchen allen um genau 11:14 etwas schlimmes passiert. Dabei ist die wichtigste Frage des Filmes, was ein angeblicher Wildunfall, ein Raubüberfall eines Ladens und ein überfahrenes Mädchen überhaupt gemein haben…
Der Film spielt mit den verschiedenen Storylines im ersten Moment ziemlich willkürlich hin und her. Zu Beginn ist man etwas verwirrt, ja sogar genervt, weil man einfach nicht weiß, was das ganze mit einander zu tun haben soll. Erst nach gut 20 bis 30 Minuten fängt alles an ein wenig Sinn zu ergeben. Da jede Perspektive “nur” ca. 20 Minuten Zeit hat um seinen Teil zu schildern, ist der Film alles andere als langweilig. Das Puzzle setzt sich mit jeder Perspektive etwas mehr zusammen.
Bis auf Hilary Swank (und vielleicht den alten Patrick Swayze) sind zwar keine sonderlich bekannten Schauspieler dabei, jedoch kommen einem die meisten Gesichter vertraut vor. Unter anderem Colin Hanks (Band of Brothers und demnächst King Kong) , Ben Foster (The Punisher und Hostage) und noch Rick Gomez (auch Band of Brothers und Sin City). Die Leistungen sind teilweise sehr beachtlich und nur ganz selten unglaubwürdig. Allerdings gibt es keinen herausragende Charakter und somit keinen besonders guten Schauspieler. Das ist auch gut so, denn die Story ist fesselnd genug, um den Zuschauer auf Trap zu halten.
Fazit:
Für mich ist Greg Marcks schon jetzt einer meiner Lieblingsregiesseure. Er schafft es die Story, welche teilweise sehr verwirrend und sogar durchgedreht klingt, glaubwürdig zu schneiden und erst nach und nach alles aufzulösen. Dabei gibt es viele Kleinigkeiten und Dinge, die einem erst auffallen, wenn man aus dem Kino getreten ist und über den Film anfängt nachzudenken.
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