Die Waffenindustrie wird von einer Witwe angeklagt, da sie nicht sicherstellen, dass Waffen in die Hände unbefügter gelangen. Die 12-köpfige Jury wird am Ende des Prozess das Urteil festlegen, deswegen versucht der Waffenhersteller die Jury mit unbefugten Mitteln auf seine Seite zu ziehen. Der skrupellose, aber geniale Juryberater Rankin Fitch (Gene Hackman) versucht nun auf allen Wegen die Personen zu beeinflussen.
Ein Buch von John Grisham sollte doch eigentlich genug Stoff bieten für einen Film. So dachten sich es wohl die Drehbuchautoren. Die Story ansich fesselt einen sehr schnell. Es ist einfach wahnsinnig interessant, wie die Geschworenen manipuliert werden und sich alles entwickelt. Unterstützt wird diese Spannung natürlich von der wirklich hochkarätigen Besetzung. Gene Hackman, Dustin Hoffman, John Cusack und Rachel Weisz sollte jeder Kinogänger schon einmal gesehen & gehört haben. Hier allerdings entfaltet jeder sein volles Potenzial. Mir hat vor allen anderen besonders Dustin Hoffman als leicht trotteligen, aber völlig menschlichen Anwalt gefallen sowie John Cusack als nicht ganz so leicht zu durchschaubaren Geschworenen. Und Gene Hackman als zwar genialen, allerdings gewissenlosen Juryberater kommt einem von Anfang an unsympathisch vor.
Insgesamt passiert in mehreren Szenen aber einfach zu wenig. So entstehen teilweise Längen im Film, welche sich nur durch die Schauspieler ertragen lassen.
Fazit:
Der Film klingt vom ersten Moment an spannend und interessant. Allerdings hätte man uns auch ein paar Szenen ersparen können. Sie stören den Storyfluss nur und ziehen alles in die Länge. Wer auf gut durchdachte, aber nicht zu anspruchsvolle Thriller steht, der kann sich getrost ins Kino setzen und “Das Urteil” anschauen.

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