Monthly Archive for Oktober, 2003

Matrix Reloaded

Matrix ReloadedDie Welt wird von Maschinen beherrscht und die Menschen als Batterien benutzt. Damit sie keine Unruhe stiften, führen sie ein Leben in einer künstlich erschaffenen Welt – die Matrix.Jedoch geben sich nicht alle hiermit zufrieden. Es existiert eine eigene Stadt außerhalb der Matrix in welcher knapp eine viertel Million Menschen versuchen sich gegen die Roboter aufzulehnen. Dies ist allerdings alles andere als einfach. Agenten beschützen die Matrix und halten jeden auf, der sich gegen die Roboter auflehnt oder versucht zu entkommen. Neo, der „Auserwählte“, besitzt als einziger die Kraft sich den Agenten zu widersetzen und hat alle Hände voll zu tun.
Im Gegensatz zu sonstigen Fortsetzungen von Actionfilmen, ist es bei Matrix mehr als wichtig den Vorgänger gesehen zu haben. Die Story wird (fast) nahtlos weiter geführt und entfaltet sich in Reloaded noch viel stärker. Die Momente im Kinosessel, bei welchen man sich beim Nachdenken wieder entdeckt, häufen sich. Wenn man gerade dabei ist sich Gedanken zu machen, sticht einem schon die nächste Actionszene ins Auge. Und was für Szenen. Da kommt es zu einem Autocrash, hier entwickelt sich ein Kung-Fu Kampf und danach kommt es zu einer gigantischen Verfolgungsjagd auf einem typisch amerikanischen Freeway. Wer die Actionszenen aus dem ersten Matrix Film mag, der wird sich im Nachfolger so richtig wohlfühlen. Die Atmosphäre haben die beiden Regiesseure Andy & Larry Wachowski perfekt übertragen. Ebenso haben sie (wieder einmal) ein Effekt Feuerwerk an Spezialeffekten eingebaut, dass jeden anderen Film mit links übertrumpft. Auch wenn einem Bewußt ist, dass eine Szene durch den Computer erstanden ist, erweckt sie auf keinen Fall einen künstlichen Eindruck. Neo’s Kampf gegen die abervielfachen Duplikationen vom Agenten Smith, ist ein wahres Kung-Fu und Grafik Spektakel. Dabei ist Keanu Reeves in seinem Element und lässt keine Tritt- und Schlagkombination aus. Carrie-Anne Moss bietet eine ähnliche Glanzleistung.
Der Film überbietet sich in seinen Actionszenen und seiner Schnelligkeit in jeder Minute. Die einzigen Stopper bilden hier die Momente in welchen die Story vorangetrieben wird und selbst die wirken nicht langweilig und lieblos sondern Spannungs geladen und interessant. Doch in den storylastigen Szenen bilden sich die einzigen lang atmigen Augenblicke. So ist zum Beispiel der Freudentanz in der Stadt Zion viel zu lang geraten (Hat da der Mann am Schnitt geschlafen?) und auch der Monolog vom französischen „Informationsbeschaffer“ ist arg eintönig und einschläfernd.

Fazit:
Matrix Reloaded ist schneller, actionreicher und storylastiger als sein Vorgänger und besitzt eine winzige Prise Witz. Fans des ersten Teils werden (wieder) eine Menge Spaß haben. Ohne Vorwissen gestaltet sich dies hingegen als erheblich schwieriger wenn nicht sogar unmöglich.

Ring

RingDie Harmlosigkeit, welche durch den Titel hervorgerufen wird, ist spätestens beim lesen des Untertitels verdrängt. Einem wird schnell klar, dass es sich um reinen Horror handelt.
Es klingt wie eine moderne Gruselgeschichte. Nachdem man ein Video gesehen hat, stirbt man genau 7 Tage danach. Es beginnt alles bei ein paar Jugendlichen denen genau dieses Schicksal erleidet haben. Die Reporterin Rachel Keller (Naomi Watts) geht der ganzen Sache auf die Schliche und guckt sich das ominöse Video selbst an. Kurz nachdem sie das Video geguckt hat, klingelt das Telefon und eine Stimme sagt ihr, dass sie nur noch 7 Tage hat. Und so beginnt der Wettlauf gegen die Zeit…
Eins vorweg. Wer sich gerne auf Filme einlässt und dazu auch noch schwache Nerven hat, der sollte sich The Ring auf keinen Fall alleine angucken! Der Film ist Horror vom feinsten. Dabei sollte man auch aufpassen, dass man den Raum nicht zu sehr abdunkelt. Spätestens nachdem Rachel das Video geschaut hat, beginnt sich eine leicht angespannte Atmosphäre einzustellen und man fühlt mit ihr. Man beginnt zu überlegen, wie sie sich denn nun retten könnte und kommt immer wieder zum gleichen Gedanken. Es ist aussichtslos.
Lange habe ich mich nicht in einem Horrorfilm so wohlgefühlt. Ganz einfach deswegen, weil der Film genau das beim Zuschauer einstellt, was er einstellen soll. Eine Gänsehaut. Selbst nach dem eigentlichen Film hat man ab und zu noch panische Angst, sich ein unbeschriftetes Video anzuschauen.
Der Film hat allerdings auch seine negativen Seiten. Zum einen ist das Ende nicht für jeden sehr schlüssig. Im Gegensatz zum Buch (welches wirklich Wert ist, gelesen zu werden) hat der Film ein ziemlich unlogisches Ende. Aus dem einfachen Grund, weil Hollywood inzwischen schon einen Nachfolger dreht und sich diese Möglichkeit offen halten wollte. Und da es im japanischen Original auch 3 „Ringu“ Filme gibt, wird es wohl auch bei uns bald noch einen 3ten Teil geben.

Fazit:
Ich war begeistert von “The Ring”. Der Film erzeugt so eine düstere und schaurige Atmosphäre, dass man wirklich Angst bekommt und eigentlich gar nicht weiter gucken will. Durch seine Neugier überwindet man sich jedoch schnell und wartet nur auf das Ende.

DVD:
Die DVD selbst bietet jedoch kaum Extras. Das einzige was man halbwegs als Feature bezeichnen kann ist ein 15minütige Aneinanderreihung von teilweise benutzten, teilweise unbenutzten Szenen. Das ganze nennt sich dann „Nicht ansehen“ und hat nicht ohne Grund diesen Titel bekommen.