Die Welt wird von Maschinen beherrscht und die Menschen als Batterien benutzt. Damit sie keine Unruhe stiften, führen sie ein Leben in einer künstlich erschaffenen Welt – die Matrix.Jedoch geben sich nicht alle hiermit zufrieden. Es existiert eine eigene Stadt außerhalb der Matrix in welcher knapp eine viertel Million Menschen versuchen sich gegen die Roboter aufzulehnen. Dies ist allerdings alles andere als einfach. Agenten beschützen die Matrix und halten jeden auf, der sich gegen die Roboter auflehnt oder versucht zu entkommen. Neo, der „Auserwählte“, besitzt als einziger die Kraft sich den Agenten zu widersetzen und hat alle Hände voll zu tun.
Im Gegensatz zu sonstigen Fortsetzungen von Actionfilmen, ist es bei Matrix mehr als wichtig den Vorgänger gesehen zu haben. Die Story wird (fast) nahtlos weiter geführt und entfaltet sich in Reloaded noch viel stärker. Die Momente im Kinosessel, bei welchen man sich beim Nachdenken wieder entdeckt, häufen sich. Wenn man gerade dabei ist sich Gedanken zu machen, sticht einem schon die nächste Actionszene ins Auge. Und was für Szenen. Da kommt es zu einem Autocrash, hier entwickelt sich ein Kung-Fu Kampf und danach kommt es zu einer gigantischen Verfolgungsjagd auf einem typisch amerikanischen Freeway. Wer die Actionszenen aus dem ersten Matrix Film mag, der wird sich im Nachfolger so richtig wohlfühlen. Die Atmosphäre haben die beiden Regiesseure Andy & Larry Wachowski perfekt übertragen. Ebenso haben sie (wieder einmal) ein Effekt Feuerwerk an Spezialeffekten eingebaut, dass jeden anderen Film mit links übertrumpft. Auch wenn einem Bewußt ist, dass eine Szene durch den Computer erstanden ist, erweckt sie auf keinen Fall einen künstlichen Eindruck. Neo’s Kampf gegen die abervielfachen Duplikationen vom Agenten Smith, ist ein wahres Kung-Fu und Grafik Spektakel. Dabei ist Keanu Reeves in seinem Element und lässt keine Tritt- und Schlagkombination aus. Carrie-Anne Moss bietet eine ähnliche Glanzleistung.
Der Film überbietet sich in seinen Actionszenen und seiner Schnelligkeit in jeder Minute. Die einzigen Stopper bilden hier die Momente in welchen die Story vorangetrieben wird und selbst die wirken nicht langweilig und lieblos sondern Spannungs geladen und interessant. Doch in den storylastigen Szenen bilden sich die einzigen lang atmigen Augenblicke. So ist zum Beispiel der Freudentanz in der Stadt Zion viel zu lang geraten (Hat da der Mann am Schnitt geschlafen?) und auch der Monolog vom französischen „Informationsbeschaffer“ ist arg eintönig und einschläfernd.
Fazit:
Matrix Reloaded ist schneller, actionreicher und storylastiger als sein Vorgänger und besitzt eine winzige Prise Witz. Fans des ersten Teils werden (wieder) eine Menge Spaß haben. Ohne Vorwissen gestaltet sich dies hingegen als erheblich schwieriger wenn nicht sogar unmöglich.


Letzte Kommentare