Monthly Archive for Dezember, 2000

Amores perros

Amores perrosDer Regiesseur Alejandro González Iñárritu von “21 Grams” hat schon vor seinem Durchbruch Filme gedreht. Damals noch in Mexiko und mit relativ unbekannten Schauspielern für einen internationalen Film. In “Amores perros” geschieht ein Autounfall in Mexico City, welcher insgesamt drei verschiedene Schicksale berührt. Aus den oberen Bevölkerungsschichten, den mittleren und von ganz unten. Ein bunter Mix von Personen also. So kommt es einem manchmal auch vor, als mache der Film eine Wendung um 180 Grad und beginnt wieder von vorn. Denn zu Beginn hat man noch keine richtige Ahnung, was diese Menschen verbindet.
Wie schon erwähnt, gibt es keine wirklich bekannten Schauspieler und dennoch heißt es nicht, dass es Laien sind. Ganz im Gegenteil wirkt der Film unglaublich glaubwürdig. Man empfindet Sympathie und Mitleid mit den Personen, eben weil Sie so echt wirken. Der Film lebt dabei von seinen Charakteren. Die drei Geschichten sind unheimlich tiefsinnig und berührend. Aber während des anschauen wirkt das ganze wenig verstrickt. Erst nach und nach bemerkt man Einzelheiten, Zusammenhänge und vor allen Dingen Gemeinsamkeiten zwischen diesen zu Beginn noch sehr, sehr unterschiedlichen Personen.
Insgesamt ist “Amores perros” ziemlich Einzigartig. Ein vergleichenden Film kann man da schlecht ausmachen (vielleicht “City of God”). Aber eine Mischung aus den drei ähnlichsten eventuell. Der Autounfall und die Zusammenhänge von “11:14″, die Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Personen aus “L.A. Crash” und die Tragik von “Requiem for a Dream”.

Fazit:
Der Film ist definitiv sehenswert. Es ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man kommt schnell hinein. Nicht zuletzt dank der Schauspieler und der Atmosphäre. Es wirkt einfach echt und genau damit punktet der Film. Wer Filme mag, welche etwas zum denken anregen oder tragische Schicksale darstellen, der wird mit “Amores perros” nichts falsch machen.